09.02.2011 von Johanna Weidauer
Plattenspieler mit Thomas Meinecke & Gudrun Gut, HAU 2
Bodi Bill: What?/ Hotel
12.01.2011
Es gibt Musiken, die kann man kaum erwarten und sehnlichst fiebert man dem Tag des ersten Hörens entgegen. Es gleicht einem starken, wenn auch nicht lebensbedrohlichem Hunger, tief versteckt in der hintersten Magengegend. Er treibt einen um und zwanghaft klickt man zum hundertsten Male auf verschiedenste Informationsportale um zu sehen, was sich tut. Noch schlimmer ist es, weiß man den Tag der Erlösung, streicht ihn rot im Kalender an und muss nur noch warten. Die Zeit absitzen, im besseren Falle abtanzen. Die erste zittrige Ungewissheit weicht ungeduldigem Zappeln, der Magen knurrt lauter. Bis man dann endlich seinen Musikhunger stillen kann. Gierig saugt man jeden einzelnen Ton in sich auf, lauscht verzückt, spürt beim Hören auf den Text den gleichen Zauber, der sich einstellt liest man in Büchern zum ersten Mal Sätze der Wahrheit. Ungeduldig hört man ein zweites Mal, lässt den Fuß mitwippen um dann, beim dritten Hören begeistert tänzelnd auf das Bett zu hüpfen. Bald ist der neue Song ein guter Freund des heimischen Plattenspielers und man vergisst wie das Leben ohne ihn war und fragt sich, wie man das Warten nur überlebt hat.
Warten lohnt sich für viele Musiken, aber selten so sehr wie für die neuen Bodi-Bill-Töne. Eine kostenlose Kostprobe für das am 18. März 2011 zu veröffentlichende dritte Album „What?" findet sich unter anderem hier. Konzerte werden ab April auch gespielt. Hören und Hingehen sei jedem ans Herz gelegt, dass es sich lohnt muss beinahe nicht weiter erwähnt werden. Wer es nicht glaubt, ist eh schon verloren.
Artikel: Johanna Weidauer, Bild: Presse
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