15.12.2009 von Johanna Weidauer

Bela B., Columbiahalle

Vielleicht ist albern seine Idole der frühen Teenagerzeit immer noch, teils aus nostalgischen Gefühlen, teils aus wahrer Überzeugung, dass es gut ist, was diese Musiker einem bieten, live sehen zu wollen. Aber ganz so unsinnig ist es dennoch nicht, auch wenn Bela B., Schlagzeugertraum der jüngeren Jahre meines Lebens, live nicht so sehr überzeugen konnte, wie in seinem angestammten Trio Die Ärzte.

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21.11.2009 von Johanna Weidauer

Jochen Distelmeyer

Er gilt als schwieriger Gesprächspartner, der ehemalige Sänger Blumfelds. Und so sind wir doch ein bißchen aufgeregt, ihn zu treffen, als wir während des Soundchecks im Postbahnhof auf das Interview warten.

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21.11.2009 von Johanna Weidauer

Jochen Distelmeyer, Postbahnhof

Jochen Distelmeyer bespielt sein erstes Soloalbum Heavy. Und wenn er zum Konzert ruft, dann folgen sie, die ehemaligen Blumfeldanhänger, die neuen Fans und wohl auch die Freunde. Denn im Publikum wurden nicht nur unbekannte Köpfe zu den freundlichen, manchmal auch angenehm rauen Tönen Distelmeyers und seiner Band geschüttelt. Auch ehemalige Blumfeldmitglieder, als auch bekannte Gesichter Hamburgs sah ich klatschen. Und ich klatschte gern mit ihnen, denn es überzeugte, was Distelmeyer darbot.

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20.10.2009 von Johanna Weidauer

Die Sterne, Lido

Wir haben gemeinsam getanzt. Wir haben gemeinsam gesungen. Wir haben uns in den Armen gelegen und gedacht: So wie jetzt muss es immer sein! Und all dies gemeinsam mit Frank Spilker und seinen Sternen, gestern Abend.

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06.10.2009 von Wenke Bruchmüller

Patrick Wolf, Astra

Verlegt vom Lido ins Astra spielt heute Abend hier Patrick Wolf. So früh wie noch nie stehe ich vor den noch verschlossenen Toren des Astras bzw. vor den Gittern. Eher zufällig.

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21.08.2009 von Johanna Weidauer

The Whitest Boy Alive, Tape

Ein bürgerliches Konzert, mit bürgerlichem Publikum und vielleicht doch auch einer bürgerlichen Band, nannte meine Begleitung den Abend im Tape Club. In deinen Adern pulsiert der Punk, dacht ich hingegen und erinenrte mich an die Konzerte...

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08.06.2009 von Johanna Weidauer

Zehn Jahre Immergut

Dieses Jahr sollte es also endlich einmal ein richtiges Festival sein, mit Schlafsack, Zelt und Einweggrill.

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11.09.2008 von Johanna Weidauer

Thees Uhlmann

Wenn Tomte eine neue Platte veröffentlichen, dann gibt es viele Fragen dazu. Fragen, die Thees Uhlmann gern beantwortet, denn der Tomte-Frontmann redet gern über sich und seine Musik. So auch an diesem Nachmittag, in einem kleinen Kreuzberger Cafe. Er nimmt sich viel Zeit und man hat das Gefühl, es macht ihm Spaß. Reden, das liegt ihm, sehr sogar.

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Olli Schulz, Ochsentour

14.05.2011

Viele Erinnerungen trägt man im Herzen. Sie können allgegenwärtig oder verborgen, traurig oder glückseelig sein, ein Lächeln oder Weinen zaubern, wohlig einhüllen oder erzittern lassen. Sie sind kostbar, diese Erinnerungen, besonders, wenn sie goldenem Honig gleich in Glück hüllen und das Herz für Freude übergehen lassen. Viele dieser goldenen Momente, die ich in meinem Herzen trage, verdanke ich Olli Schulz. Seien es seine Songs, die ich mitsummte als ich mit meinem Fahrrad durch gelbe Rapsfelder fuhr, die unzähligen Stunden die ich mit seinen Platten verbrachte, um sie immer wieder zu hören oder all die unvergesslichen Konzert, an dich ich mit einer Träne im Knopfloch denke. Die folgenden Zeilen über das Konzert in der Reithalle des Potsdamer Hans-Otto-Theaters entstehen also zwangsläufig auf meiner tiefen Verbundenheit und erquicklichen Liebe zu Olli Schulz. Der objektiv-journalistische Anspruch muss dabei egal sein, den wahrhaft Großes darf man nur mit blühenden Worten und glühender Verehrung beschreiben. Es gilt Tribut zu zollen!

Olli Schulz hat eine neue Platte aufgenommen und stellt sie live vor. Es warten also grandiose Abende auf uns, mit Musik, die berührt, mit Anekdoten, die amüsieren und einem Olli Schulz, der so viel Freude an all dem hat. Leidlich genesen, spielt er dennoch erstaunlich fit im Rahmen des Potsdamer Nachtboulevard. Viele sind nicht gekommen, aber gerade diese intime Atmosphäre einer Klassenfahrt, wie Schulz die Veranstaltung charakterisiert, tut dem Abend so gut. Es wird gelacht bei neuen Liedern (Nutten & Koks, Halt die Fresse, krieg 'n Kind), alte Songs werden freudig begrüßt (Elefanten, Die Ankunft der Marsianer), die in Fankreisen schon länger bekannte Kuriositäten der frühen Schulzschen Schaffensphase gern gehört (Schmeckt wie Pisse riecht). Selbstredend stehen zwischen der bunten Mische aus Bekanntem und Neuen die beinahe legendären und gern immer wieder gehörten Anekdoten über vermeintlich eifersüchtige Freunde, bezahnspangte zahnlose Teenager und schlechte Witze auf Konzerten (oder die Möglichkeit vor dem Reden zu Denken). Besucht man ein Olli Konzert, besucht man eigentlich einen bunten Abend, der alles hat, was man braucht: Songs, die das Leben besser machen, Geschichten, die beinahe nicht wahr sein können und einen charmanten Mann mit Gitarre, der selbst im unvorteilhaftesten grünen Bühnenlicht eine gute Figur macht. Es war ein kuschliger Abend mit dem Großmeister der Unterhaltung, man darf sich auf das neue Album freuen. Bis dahin gesellt sich die Erinnerung an den Potsdamer Abend zu all den anderen tollen Momenten mit Olli Schulz: Es war schön. Till Lindemann trinkt vielleicht einen Prosecco darauf. Und ihr nutzt eine der noch zahlreichen Möglichkeiten den Schulz auf seiner Ochsentour zu sehen!

Artikel: Johanna Weidauer

www.ollischulz.com

 

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