21.08.2009 von Johanna Weidauer

The Whitest Boy Alive, Tape

Ein bürgerliches Konzert, mit bürgerlichem Publikum und vielleicht doch auch einer bürgerlichen Band, nannte meine Begleitung den Abend im Tape Club. In deinen Adern pulsiert der Punk, dacht ich hingegen und erinenrte mich an die Konzerte...

Weiterlesen …

08.06.2009 von Johanna Weidauer

Zehn Jahre Immergut

Dieses Jahr sollte es also endlich einmal ein richtiges Festival sein, mit Schlafsack, Zelt und Einweggrill.

Weiterlesen …

Die Sterne, Lido

20.10.2009

Die Sterne Lido

Wir haben gemeinsam getanzt. Wir haben gemeinsam gesungen. Wir haben uns in den Armen gelegen und gedacht: So wie jetzt muss es immer sein! Und all dies gemeinsam mit Frank Spilker und seinen Sternen, gestern Abend. Wir haben sie gesehen, zusammen und selbst wer allein dort war, hat sie mit uns geteilt, unwillentlich im übervollen Lido. Und gern haben wir sie gehabt, die Sterne.

Ein Abend mit den Sternen entbehrt nicht einer Magie, die zwar jedem Gig innewohnt, jedoch an gemeinsamen Abenden mit den Sternen nicht so leicht zu sehen ist, wie bei Bands, die vom Publikum bis auf das Äußerste gefeiert werden. Man muss ihn sehen und hören wollen, den Zauber, den sie ganz unprätentiös auf ihren Konzerten unter das Publikum bringen. Es ist nicht allein die Musik, die großflächigen Klangteppiche, die sie gestern an unsere Ohren brachten, es ist das Zusammenspiel mit ihren präzisen Beobachtungen, die Frank Spilker, gestern in höchster Form, uns um die Ohren haute. Und mehr noch als diese Verbindung von Text und Musik, die auf den Platten schon groß ist, ist es Spilkers Art seine Songs dem Publikum zu präsentieren: ohne viel zu reden, sie einfach inbrünstig herunterzuspielen und mir Zuhörer das Gefühl zu geben, dass ich hier erwünscht und gern gesehen bin. Es war weniger ein Abend mit Freunden, wie andere Konzerte, denn ein Abend mit großartigen Musikern, die sich und ihre Musik gefeiert haben. Zu Recht.

Und gerne feiern wir mit ihnen, tanzen und singen, denn dies sind doch die Dinge, die man auf einem Konzert wirklich will: Tanzen und singen. Wer was anderes möchte, soll fernsehen. Denn wenn die Sterne spielen möchte ich noch auf dem Heimweg „Bis Neun bist du OK" in meinen Ohren haben, unverfälscht und wirklich echt. So wie die Sterne eben.

Artikel: Johanna Weidauer, Foto: Raymond Schmidt

http://www.diesterne.de/

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Paete | 22.10.2009

Ist es wirklich wahr? Haben die Sterne sich wiederbelebt? Klangteppiche gehörten ja nicht zu den erwähnenswerten Großtaten der Truppe. "Bis 9 ok sein" ist bekannt beliebt, zumindest bei Bekannten!
Boten sie mehr als Altes, Nostalgisches? Ich will es nicht glauben - es ist unmöglich. Ich bin mir sicher: die Sterne sind längst tot! Wer wird folgen?

Kommentar von hoerezu | 23.10.2009

Tod sind die Sterne, tot ist die SPD. Trist klingen sie die einfachen Wahrheiten der Stunde. Im Falle der SPD ist der König jedoch nur solange tot wie der andere König lange lebt. Die Sterne hingegen sind überhaupt nicht tot. Gut man kann ihnen vorwerfen, dass immer die gleichen Leute hingehen. Aber immerhin gehen die hin. Was ein viel zu volles Lido oder ein viel zu volles Zelt auf dem Immergut Festival zur Folge haben kann.

Bleibt der Vorwurf, dass die Leute die hingehen wie die Sterne immer gleich aussehen, und dass beide immer älter werden. Folgt also was der Kollege meint der leicht der martialischen Sprache verfällt, ist nicht „tot“ sondern „überholt“.

Dem möchte ich entschieden entgegen halten, dass die Sterne drei bis fünf zeitlose Gedanken geschaffen haben. Was für vieles was jetzt noch Utopie ist und morgen überholt sein wird (vgl. die Sterne „Es möchte Echt sein“) nicht gilt.

Überholt und in die Erinnerung an Zeit verbannt in der man die Sterne hörte und auf das wartend was kommt befindet man sich wohl in einem Post-Sterne-Loch. Wobei die Sterne das warten schon immer als Zeitverschwendung erachtet haben (vgl. Die Sterne „Das bißchen besser“) was vielleicht auch die eine oder andere schwächere Platte erklärt.


Also was kommt nach den Sternen? Inhaltlich die Ernüchterung, dass man alles als Wiederholung bezeichnen kann, es gab ja schließlich auch ein vor den Sternen. Und musikalisch wird es wohl immer um den Zeitgeist im musikalischen Sinne gehen.


Die Sterne werden weiter stattfinden und bei gleichbleibendem Zulauf auch immer ihre Berechtigung haben, leider jedoch immer in den Ecken in die sie gedrängt werden, wie zum Beispiel ein viel zu volles Lido.

*
*
Bitte rechnen Sie 4 plus 3.*
Bookmark and Share