21.08.2009 von Johanna Weidauer

The Whitest Boy Alive, Tape

Ein bürgerliches Konzert, mit bürgerlichem Publikum und vielleicht doch auch einer bürgerlichen Band, nannte meine Begleitung den Abend im Tape Club. In deinen Adern pulsiert der Punk, dacht ich hingegen und erinenrte mich an die Konzerte...

Weiterlesen …

08.06.2009 von Johanna Weidauer

Zehn Jahre Immergut

Dieses Jahr sollte es also endlich einmal ein richtiges Festival sein, mit Schlafsack, Zelt und Einweggrill.

Weiterlesen …

Plattenspieler mit Thomas Meinecke & Gudrun Gut, HAU 2

09.02.2011

Es ist ein Abend, wie man ihn selbst gern pflegt: Musik mit Freunden hören, darüber in wilde und ruhige Diskussion, helle und dunkle Begeisterung oder tiefe und hohe Verachtung verfallen, über Plattencover, Gitarrenarrengaments und persönliche Verbundenheit zu den Tönen reden. Eine Idee, so grandios, dass man sie Thomas Meinecke neiden muss. Er lädt regelmäßig Gäste ein, mit ihm einen Abend lang Musiken im Hebbel am Ufer zu spielen und den Kontext der Songs anekdotend zu bereden. Zwei Plattenspieler, einen Polylux zum Vergrößern der Plattencover für das Publikum mehr braucht es nebst zwei Größen der Popkultur zum Gelingen der Plauderstunde nicht. Und betrachtet man den Abend genauer, schaut ihm über die Schulter, ist es so viel mehr denn simples Quatschen über Musik. Es ist die öffentliche Belebung einer Gesprächkultur, die wir alle selbst so gut kennen, in Reinform auf eine Bühne gebracht.

Am gestrigen Abend des oppositionellen Konsens besuchte Moderatorin, Musikerin und Labelgründerin Gudrun Gut den Meinecke und brachte nebst ausgewählter Musik ein kleines Maß an frechem Kontra mit. Reden wollte sie nicht all zu viel, zeigte dafür unterhaltend Kurioses (die Liars mit übermaltem Einstürzende-Neubauten-Cover) und bekannt Schönes (King Crimson), gewährte Einblicke in ihr musikalisches Konsumverhalten, bot einen störrischen und genau deswegen nicht minder sympatischen Gegenpol zum erzählfreudigen und gemütlichen Meinecke. Dieser konterte die muskalischen Vorlagen mit Unterhaltsamem (Kim Fowley) und klugen Griffen in seine Plattenkiste (Snoop Dogg), erzählte gerne über den Kontext seiner ausgesuchten Stücke (Geile Tiere). Es war ein unaufgeregter Abend mit klassischem Musikaustausch, Bereicherung für Zuschauer und Darbietende gleichermaßen. Es muss auch gut sein, zwei Popkulturelle auf einer Bühne mit ein paar Platten zu sehen, denn im Minimalismus der Darstellung liegt gleichsam ihre Größe begründet. Man kommt zusammen, im Konsens über Musik vereint, lässt sich leiten vom Augenblick und findet schöne Momente zwischen drum machine und Covergestaltung. Man kann auch schlicht sagen: Grandios! Mehr ist man dem Assoziations-Pingpong, wie es die Spex nennt, auch nicht schuldig. Darin sind wir uns einig.

 

Thomas Meinecke
Gudrun Gut
Monika Enterprise

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Well Well | 05.03.2011

Well, kommt da mal was kritisches oder wie immer, staendig und ausschliesslich nur Anbiederungen statt wahre Kritik? Schade, wenn die kognitive Dissonanz nicht mal vor den Schreibenden halt macht, Gott sei Dank liest es hier eh keiner. Stell mal ne Frage: Single trotzdem gekauft, obwohl schlecht. Ich mag die Band trotzdem. In deiner Guttenberg-Schreibe gibts hier sicher ne einleuchtend verschwobelte Antwort, oder ezwa nicht? WW.
*
*
Bitte rechnen Sie 9 plus 2.*
Bookmark and Share