09.02.2011 von Johanna Weidauer

Plattenspieler mit Thomas Meinecke & Gudrun Gut, HAU 2

Es ist ein Abend, wie man ihn selbst gern pflegt: Musik mit Freunden hören, darüber in wilde und ruhige Diskussion, helle und dunkle Begeisterung oder tiefe und hohe Verachtung verfallen, über Plattencover, Gitarrenarrengaments und persönliche Verbundenheit zu den Tönen reden. Eine Idee, so grandios, dass man sie Thomas Meinecke neiden muss. Er lädt regelmäßig Gäste ein mit ihm einen Abend lang Musiken im Hebbel am Ufer zu spielen und den Kontext der Songs anekdotend zu bereden. Zwei Plattenspieler, einen Polylux zum Vergrößern der Plattencover für das Publikum mehr braucht es nebst zwei Größen der Popkultur zum Gelingen der Plauderstunde nicht.

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20.12.2010 von Johanna Weidauer

Bratze, Magnet Club

Eine Ansage zur Absage. Die Verweigerung als einzige Möglichkeit. Das Aussteigen ohne ein ökologischer Rucksacktourist in Island sein zu müssen. Der Rückzug ins Ich, ins Private. All dies regen Kevin Hamann und Norman Kolodziej auf den Alben ihrer Band Bratze an.

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28.04.2010 von Juliane Schlei

Noah and the Whale, Frannz Club

„The First Days of Spring“ heißt das 2009 erschienene zweite Album der sympathischen Londoner Folkrockband Noah and the Whale. Und an diesen ersten Tagen im Frühling brachten sie neben ihrer Fiedel, ihren Gitarren und ihrem Charme auch eben dieses Gefühl am 24. April mit in den Frannz Club.

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30.03.2010 von Juliane Schlei

Shout Out Louds, Astra

Im Dezember letzten Jahres begrüßten wir noch die Intimität! Dieses Gefühl bei hunderten Fans aufzubauen, das gelang der schwedischen Band Shout Out Louds bei ihrem Konzert im Lido und nun stellten wir uns die Frage, ob sie das bei ihrem ausverkauften Konzert im Astra Kulturhaus am 25.03.2010 wiederholen würden.

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23.01.2010 von Juliane Schlei

The XX, Astra

Der Prüfstein wog schwer. „Beste Band des Jahres 2009, Bestes Album und Beste Newcomer-Band“. Vor Beginn des zweiten Konzertes am Abend des 22. Januars hörte man es durch die Reihen raunen: Werden sie dem Hype gerecht? Können sie das musikalisch live umsetzen? Und vor allem, zu dritt? Hat es sich jetzt ernsthaft gelohnt fast eine Stunde in der Kälte zu stehen, weil der Veranstalter nicht hinterher kam?

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15.12.2009 von Johanna Weidauer

Shout Out Louds, Lido

Intimität, das nennt man einen Zustand tiefster und engster Vertrautheit. Nicht selten im sexuellen Sinne gebraucht, aber auch um andere Beziehungen zwischen Menschen, zweien oder mehreren, zu charakterisieren. Und der gestrige Abend verdient ebenfalls dieses Wort Intimität.

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15.12.2009 von Johanna Weidauer

Bela B., Columbiahalle

Vielleicht ist albern seine Idole der frühen Teenagerzeit immer noch, teils aus nostalgischen Gefühlen, teils aus wahrer Überzeugung, dass es gut ist, was diese Musiker einem bieten, live sehen zu wollen. Aber ganz so unsinnig ist es dennoch nicht, auch wenn Bela B., Schlagzeugertraum der jüngeren Jahre meines Lebens, live nicht so sehr überzeugen konnte, wie in seinem angestammten Trio Die Ärzte.

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21.11.2009 von Johanna Weidauer

Jochen Distelmeyer, Postbahnhof

Jochen Distelmeyer bespielt sein erstes Soloalbum Heavy. Und wenn er zum Konzert ruft, dann folgen sie, die ehemaligen Blumfeldanhänger, die neuen Fans und wohl auch die Freunde. Denn im Publikum wurden nicht nur unbekannte Köpfe zu den freundlichen, manchmal auch angenehm rauen Tönen Distelmeyers und seiner Band geschüttelt. Auch ehemalige Blumfeldmitglieder, als auch bekannte Gesichter Hamburgs sah ich klatschen. Und ich klatschte gern mit ihnen, denn es überzeugte, was Distelmeyer darbot.

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20.10.2009 von Johanna Weidauer

Die Sterne, Lido

Wir haben gemeinsam getanzt. Wir haben gemeinsam gesungen. Wir haben uns in den Armen gelegen und gedacht: So wie jetzt muss es immer sein! Und all dies gemeinsam mit Frank Spilker und seinen Sternen, gestern Abend.

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06.10.2009 von Wenke Bruchmüller

Patrick Wolf, Astra

Verlegt vom Lido ins Astra spielt heute Abend hier Patrick Wolf. So früh wie noch nie stehe ich vor den noch verschlossenen Toren des Astras bzw. vor den Gittern. Eher zufällig.

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Shout Out Louds, Astra

30.03.2010

Im Dezember letzten Jahres begrüßten wir noch die Intimität! Dieses Gefühl bei hunderten Fans aufzubauen, das gelang der schwedischen Band Shout Out Louds bei ihrem Konzert im Lido und nun stellten wir uns die Frage, ob sie das bei ihrem ausverkauften Konzert im Astra Kulturhaus am 25.03.2010 wiederholen würden.

Das war im Dezember und nun haben wir März! Zwar ist die letzte Eiszeit gerade erst vorbei, doch war der Winter lang genug und man sehnt sich nach langen Abenden im Park, nach Grillen und Strandpartys und sie scheinen zum Greifen nah. Man sehnt sich nach Normandie, nach Very loud und Impossible.

Wir haben den Winter und die ruhigen Minuten noch nicht ganz hinter uns gelassen, aber die Zugaben verwiesen auf die warmen Tage, die kommen. Ob die Schweden sich deshalb entschieden zunächst fast ausnahmslos Songs des aktuellen Albums Work, dann Songs des ersten Albums und als Zugabe noch eins-zwei Lieder des sommerlichen Our ill wills zu spielen, konnte am Ende des Abends nicht geklärt werden. Letztendlich scheint der Fünfer den warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage noch nicht zu trauen und so überwog die Schwermütigkeit von Songs wie Go Sadness und Candle burned out.

Was hier jedoch fehlte, war das Gefühl der Intimität. Bei einer Beleuchtung, die der des Olympiastadions gleichkam, fiel es schwer beim Anblick der Zähne seines Nebenmannes eine derartige Empfindung aufzubauen. Vielleicht versuchte Adam Olenius dies mit seinem Sprung in die Menge wieder gut zu machen, aber gelungen ist es ihm damit leider nicht. Seine Beherztheit wurde dennoch mit frenetischem Beifall und besorgten Blicken der Security belohnt.

Mutig waren auch die häufigen Umgestaltungen ihrer Songs. Das war manchmal durchaus positiv, weil es Texte wie Moon ergänzte und aufwertete, doch auch verstörend wie bei You are dreaming, der letzten Zugabe. Da stellt man sich die Frage, wie einem solchen Song, der Raum und das Tempo durch derlei - ja, wie soll man es anders ausdrücken - Geseiere genommen werden konnte. Kopfschüttelnd war man fast froh darüber, dass dem nichts mehr folgen würde und verließ den Saal mit gemischten Gefühlen.   

Bei einer Band wie den Shout Out Louds, die wegen ihrer vielen tanzbaren Songs geliebt und auch kritisiert werden, ist es schade, dass sich am Ende des lauen Abends herausstellt, dass die Zeilen Too late, too slow fast programmatisch für das Konzert stehen. Warum warten? Es wird Frühling! Aber sie werden eine zweite Chance bekommen: schon in diesem Sommer auf diversen Festivals und dann - ja dann wollen wir mehr!

Artikel: Juliane Schlei

http://www.shoutoutlouds.com/

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