21.08.2009 von Johanna Weidauer

The Whitest Boy Alive, Tape

Ein bürgerliches Konzert, mit bürgerlichem Publikum und vielleicht doch auch einer bürgerlichen Band, nannte meine Begleitung den Abend im Tape Club. In deinen Adern pulsiert der Punk, dacht ich hingegen und erinenrte mich an die Konzerte...

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08.06.2009 von Johanna Weidauer

Zehn Jahre Immergut

Dieses Jahr sollte es also endlich einmal ein richtiges Festival sein, mit Schlafsack, Zelt und Einweggrill.

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Shout Out Louds, Astra

30.03.2010

Im Dezember letzten Jahres begrüßten wir noch die Intimität! Dieses Gefühl bei hunderten Fans aufzubauen, das gelang der schwedischen Band Shout Out Louds bei ihrem Konzert im Lido und nun stellten wir uns die Frage, ob sie das bei ihrem ausverkauften Konzert im Astra Kulturhaus am 25.03.2010 wiederholen würden.

Das war im Dezember und nun haben wir März! Zwar ist die letzte Eiszeit gerade erst vorbei, doch war der Winter lang genug und man sehnt sich nach langen Abenden im Park, nach Grillen und Strandpartys und sie scheinen zum Greifen nah. Man sehnt sich nach Normandie, nach Very loud und Impossible.

Wir haben den Winter und die ruhigen Minuten noch nicht ganz hinter uns gelassen, aber die Zugaben verwiesen auf die warmen Tage, die kommen. Ob die Schweden sich deshalb entschieden zunächst fast ausnahmslos Songs des aktuellen Albums Work, dann Songs des ersten Albums und als Zugabe noch eins-zwei Lieder des sommerlichen Our ill wills zu spielen, konnte am Ende des Abends nicht geklärt werden. Letztendlich scheint der Fünfer den warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage noch nicht zu trauen und so überwog die Schwermütigkeit von Songs wie Go Sadness und Candle burned out.

Was hier jedoch fehlte, war das Gefühl der Intimität. Bei einer Beleuchtung, die der des Olympiastadions gleichkam, fiel es schwer beim Anblick der Zähne seines Nebenmannes eine derartige Empfindung aufzubauen. Vielleicht versuchte Adam Olenius dies mit seinem Sprung in die Menge wieder gut zu machen, aber gelungen ist es ihm damit leider nicht. Seine Beherztheit wurde dennoch mit frenetischem Beifall und besorgten Blicken der Security belohnt.

Mutig waren auch die häufigen Umgestaltungen ihrer Songs. Das war manchmal durchaus positiv, weil es Texte wie Moon ergänzte und aufwertete, doch auch verstörend wie bei You are dreaming, der letzten Zugabe. Da stellt man sich die Frage, wie einem solchen Song, der Raum und das Tempo durch derlei - ja, wie soll man es anders ausdrücken - Geseiere genommen werden konnte. Kopfschüttelnd war man fast froh darüber, dass dem nichts mehr folgen würde und verließ den Saal mit gemischten Gefühlen.   

Bei einer Band wie den Shout Out Louds, die wegen ihrer vielen tanzbaren Songs geliebt und auch kritisiert werden, ist es schade, dass sich am Ende des lauen Abends herausstellt, dass die Zeilen Too late, too slow fast programmatisch für das Konzert stehen. Warum warten? Es wird Frühling! Aber sie werden eine zweite Chance bekommen: schon in diesem Sommer auf diversen Festivals und dann - ja dann wollen wir mehr!

Artikel: Juliane Schlei

http://www.shoutoutlouds.com/

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