21.08.2009 von Johanna Weidauer

The Whitest Boy Alive, Tape

Ein bürgerliches Konzert, mit bürgerlichem Publikum und vielleicht doch auch einer bürgerlichen Band, nannte meine Begleitung den Abend im Tape Club. In deinen Adern pulsiert der Punk, dacht ich hingegen und erinenrte mich an die Konzerte...

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08.06.2009 von Johanna Weidauer

Zehn Jahre Immergut

Dieses Jahr sollte es also endlich einmal ein richtiges Festival sein, mit Schlafsack, Zelt und Einweggrill.

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The XX, Astra

23.01.2010

The XX

Der Prüfstein wog schwer. „Beste Band des Jahres 2009, Bestes Album und Beste Newcomer-Band". Vor Beginn des zweiten Konzertes am Abend des 22. Januars hörte man es durch die Reihen raunen: Werden sie dem Hype gerecht? Können sie das musikalisch live umsetzen? Und vor allem, zu dritt? Hat es sich jetzt ernsthaft gelohnt fast eine Stunde in der Kälte zu stehen, weil der Veranstalter nicht hinterher kam?

Ja.

Weil diese Band ganz ohne Show auskommt. Ohne großes Gehabe, nur mit kleinen Gesten.

Weil sie mit ihren minimalistischen Klängen das Publikum mehr erreicht als manche Band mit überbordenden Klangwelten. Weil sie es wieder geschafft hat zu überraschen, indem sie die Songs vom Album variierten, das Tempo raus nahmen, an anderen Stellen anzogen und mit gelungenen instrumentalen Solis streckten. Weil die Stimmen von Madley Croft und Oliver Sim perfekt aufeinander abgestimmt waren, sich ergänzten und im Dialog live fast noch besser funktionierten als auf dem Album. Weil sie sich bei Infinity währenddessen nicht eines Blickes würdigten. Weil sie nicht scheuten auch ihre zu recht hoch gelobten Cover zu spielen. Weil sie demgegenüber der Single Crystalised keinen Sonderstatus einräumten. Und weil es so schön war Oliver Sim dabei zuzusehen, wie er mit den Filzschlägeln die Becken zum Tanzen brachte.

Wenn es einen Wehmutstropfen an diesem Abend gab, dann die Tatsache, dass der Veranstalter trotz großzügig geplanter Zwischenzeit nicht in der Lage war den Einlass nach dem ersten Konzert schnell und zügig voran zu bringen. Zum eigentlichen Beginn des Konzertes zitterte noch das gesamte Publikum bei gefühlten -20°C draußen in der Kälte und es dauerte noch eine geschlagene Dreiviertelstunde bis ich meine tief gefrorenen Füße in den warmen Vorhallen des Astras auftauen lassen konnte.

Aber trotz all dem stand die Masse zu Beginn des Konzertes dankbar lächelnd da, ließ sich einfach treiben und bejubelte jeden Song, jedes Solo und jeden Tempowechsel. Am Ende bleibt die Aussicht auf den nächsten Prüfstein - und der wird nun noch um einiges mehr wiegen: das nächste Album.

Artikel: Juliane Schlei, Foto: Hella Wittenberg

http://www.myspace.com/thexx

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Kommentar von Tim | 28.01.2010

Ja genau so war es! :) Anfangs draußen eiskalt... dafür wurde man drinnen dann zehnfach entschädigt und aufgewärmt.
Mir ist gar nicht aufgefallen, dass sie sich bei Infinity nicht angesehen haben.
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Bitte rechnen Sie 1 plus 3.*
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